Alles ist anders- und wir pilgern doch

Sandbild bei Lüllingen (c) KKG Niederkrüchten
Sandbild bei Lüllingen
Datum:
Mi 7. Okt 2020
Von:
Petra Bruckes

 

Dieses Pilgerjahr ist anders!

Seit März erleben wir die „Corona Pandemie“. Was bedeutet das für uns Pilger? Zunächst mal war überhaupt kein Denken an die Durchführung einer Wallfahrt, Reisen in der Gruppe und Übernachtungen waren nicht möglich.

Unser Kreuz (c) KKG Niederkrüchten
Unser Kreuz

Also: Wir stellen eine Kerze ins Fenster, beten, warten ab.
Ab Mai gab es dann erste Lockerungen und auch wieder Gottesdienste unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften.
Jegliche Großveranstaltungen wurden bis zum 31.08.2020 untersagt, somit natürlich auch unsere geplante Wallfahrt am 1. Augustwochenende. Was nun?

Meiner Tochter Tanja und mir schwebte schon länger ein Gedanke im Kopf: Dann gehen wir allein! Genauso dachten auch Werner Gotzen und seine Tochter Anne. Also bildeten wir kurzerhand ein Vater- bzw. Mutter- Tochter Team und machten uns am 01.08. gegen 6 Uhr morgens auf nach Kevelaer. Eine ganz neue Erfahrung, ohne Begleitfahrzeug und mit Rucksack auf dem Rücken. Nach einem wunderbaren Tag (mit neuen Wegen über Sassenfeld und Hinsbeck) erreichten wir gegen 18 Uhr müde und erschöpft unser Ziel. Dort gab es wider Erwarten ein fröhliches Hallo: Trafen wir doch an der Gnadenkapelle auf Pilgerbruder Josef Prinzen! Er hatte sich am Freitag allein auf den Weg gemacht und wollte am Sonntag wieder alleine zurück! Chapeau!
Wir ließen uns abends abholen und feierten den Ausklang anstatt im „Alt Derp“ bei uns zu Hause auf dem Hof.

Am 15.06.2020 gab es vom Pilgerleiterteam die erlösende Mail mit der Überschrift: Und wir pilgern doch…
Nach längeren Überlegungen wurde für den 19.09.2020 eine Ein-Tages-Wallfahrt für Fuß- und Radpilger organisiert! Gott sei Dank!
Unter dem Leitwort: „Ich bin da, wo du bist“ trafen wir uns gemeinsam mit den Radpilgern gegen 6 Uhr in unserer Pfarrkirche zum Reisesegen durch Pastor Schweikert. Zunächst ging es mit PKWs nach Walbeck und von dort gingen wir nach Kevelaer. Nach Station in Lüllingen erreichten wir (ohne Probleme) Kevelaer. Es hatten sich sogar einige Neupilger zu uns gesellt! Toll!
Um elf Uhr besuchten wir die Messe in der Basilika- auch eine ganz neue Erfahrung!
Nach dem gemeinsamen Mittagessen (sehr erfreulich, dass noch Pfarrangehörige und Pastor Schweikert zu uns stießen) konnten wir in gewohnter Weise den Kreuzweg gehen.

Um 16 Uhr machten sich die Radpilger auf den Heimweg. Ein besonderer Dank gilt hier Heribert Smets: Heribert macht einfach ALLES MÖGLICH! 
Die Fusspilger fuhren in privaten PKWs wieder nach Hause. Am Sonntagmorgen fand dann der Abschlussgottesdienst in St. Bartholomäus statt- inklusive Pilgerkerze und kleinem Gnadenbild. Herzlichen Dank hier an Gerd Liedtke und seine Frau!
Fazit: Alles ist anders- UND WIR PILGERN DOCH!
Und bis wir uns wiedersehen…….

 

Petra Bruckes