Krankensalbung

Alle Evangelien der Bibel berichten davon, dass Jesus sich den Kranken zuwandte und sie heilte. Er wollte ihnen nahe sein, sie trösten und stärken. Im Jakobusbrief des Neuen Testaments (Jak 5,14 f.) steht schließlich: „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich: Sie sollen über ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das Gebet aus dem Glauben wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben“.

Dieser Dienst an den Kranken und Schwachen blieb und ist seither ein wichtiger Bestandteil des kirchlichen Gemeindelebens.

In den früheren Jahrzehnten nannte man das Sakrament der Krankensalbung „Letzte Ölung“, der Priester wurde „im letzten Moment“ gerufen, da man überzeugt war, bei der Krankensalbung handle es sich um eine „Salbung zum Tod“. Dieses Missverständnis führt auch bis heute leider oft dazu, dass der Priester zu spät gerufen wird, aus Angst, den Kranken zu beunruhigen oder aus eigener Scheu vor der Begegnung mit dem Thema „Krankheit und Sterblichkeit“.

Die Krankensalbung ist – wie alle Sakramente – Sakrament des Lebens, das jeder empfangen kann, wenn er schwer krank ist. Aber es kann deshalb auch nur Lebenden gespendet werden. Die Krankensalbung will dem Kranken Stärke, Hoffnung aus dem Glauben und Zuversicht schenken und die besondere Nähe Gottes gerade in Krankheit und Leid zusagen.

Daher ist der rechte Augenblick (zum Empfang der Krankensalbung) sicher schon gegeben, wenn der Gläubige beginnt, wegen Krankheit oder Altersschwäche in Lebensgefahr zu geraten. Im Laufe einer Krankheit darf dieses Sakrament auch wiederholt werden, wenn der Zustand sich verschlimmert. Es ist angebracht, die Krankensalbung zu empfangen, wenn man vor einer schweren Operation steht. Das gleiche gilt für Betagte, deren Kräfte zu versagen beginnen.“

Die Krankensalbung wird gespendet durch die Handauflegung des Priesters und durch die Salbung der Stirn und der Hände des Kranken mit dem vom Bischof geweihten Krankenöl.

 

Spendung der Krankensalbung in unserer Gemeinde

 

Gemeinsame Feier der Krankensalbung

Seit einigen Jahren praktizieren wir die Form der gemeinsamen Feier der Krankensalbung in unserer Gemeinde.

Jeweils zum Beginn des jeweiligen Halbjahresprogramms unseres Seniorentreffs laden wir die alten und kranken Menschen unserer Gemeinde ein.

Im Rahmen der Messfeier wird allen, deren Gesundheitszustand aufgrund von Alter oder Krankheit sehr angegriffen ist, das Sakrament der Krankensalbung gespendet.

Den Termin entnehmen Sie bitte dem Seniorenprogramm bzw. dem Pfarrbrief

 

Krankenbesuch und Krankensalbung

Wenn Sie selbst krank sind oder ein erkrankter Angehöriger das Sakrament der Krankensalbung empfangen möchte, wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro um einen Termin für einen Krankenbesuch zu vereinbaren.

Bei einem ersten Krankenbesuch, der normalerweise mit der Krankenkommunion verbunden ist, besteht dann auch die Möglichkeit, die Krankensalbung zu empfangen.

 

Krankensalbung bei unmittelbarer Todesgefahr - Priesternotruf

Die Priester der Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal sind bemüht, über den „Priesternotruf“ eine Erreichbarkeit im Notfall zu gewährleisten. Bitte bedenken Sie aber, dass der „diensthabende Priester“ zusätzlich zu seiner normalen Arbeit über ein Notfallhandy erreichbar ist. Es kann also sein, dass Sie auch bei einem Anruf über den „Priesternotruf“ eine Zeit warten müssen.

Die Nummer des Priesternotrufes lautet: 0 162 70 67 575.