„Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot …“

Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot... (c) Hermann Bredehorst/Brot für die Welt
Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot...
Datum:
Mi 7. Okt 2020
Von:
Hiltrud Heitzer

mit diesen Worten beginnt ein geistliches Lied (GL 474), das gerne zur Gabenbereitung in einer Messe gesungen wird. Es spricht von der göttlichen Kraft, die spürbar wird, wenn Leben geteilt wird. 
Und wie kostbar und wertvoll das gemeinschaftliche Leben ist, haben wir ja in den zurückliegenden Wochen und Monaten erfahren. Solidarität und Rücksichtnahme sind uns besonders wichtig geworden. 

Wenn ich jetzt -Anfang Oktober- zurückblicke, so hat sich in unseren Gemeinden seither viel getan:
Taufen und Hochzeiten werden wieder gefeiert; 
in Auferstehungsmessen kann wieder der Verstorbenen gedacht und für sie gebetet werden; in sechs Erstkommunionfeiern empfingen 45 Kinder die heilige Kommunion;
Weihbischof Karl Borsch spendete im Rahmen von zwei Messfeiern 44 Jugendlichen das Sakrament der Firmung; 
Ferienspiele für Kinder wurden im doc 5 den Schutzmaßnahmen angepasst;
die Kevelaer-Wallfahrt konnte in kleinerem Rahmen stattfinden; 
die ‚Kinderkirche‘ feiert ihre Gottesdienste mit den jungen Familien draußen rund um St. Martin; 
die Vorschulkinder unserer Kita lernten die Kapellen in Niederkrüchten auf ihrem Pilgertag kennen;
an Samstag Abenden versammelten sich viele Gläubige an Kapellen unserer Gemeinde, um miteinander in Wort-Gottes-Feiern zu beten.

Bei all diesen Begegnungen war zu spüren wie dankbar, froh und ermutigt die Menschen für diese unterschiedlichen Formen der Liturgie, des Gebetes, waren.  
Ja, endlich trifft sich wieder die Gemeinde zum Gebet, gibt es Gelegenheiten zur Begegnung und des Austauschs. Wir spüren wie wertvoll die Gemeinschaft, das Gespräch, der Austausch, das Sich-Wiedersehen ist. 
Wir leben von diesem Miteinander, von unserer Gemeinschaft!

Kreativität und Flexibilität sind gefragt, wenn wir an die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit denken. Ich bin zuversichtlich, dass wir hier gute Lösungen finden, um ansprechend und würdig diese geprägte Zeit erleben und feiern zu können. Schließlich hat uns ‚Corona‘ auch gezeigt, neu auf unser Handeln zu schauen, auf Wesentliches zu achten und mutig neue Wege zu gehen. 

Lassen wir uns vom Geist Gottes, von Jesu Feuer, anstecken – so wie es im bereits erwähnten Lied heißt:
„Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot, wenn alle, die uns sehen, wissen hier lebt Gott:
Jesus Christ, Feuer, das die Nacht erhellt. Jesus Christ, du erneuerst unsre Welt.“ 

Nur, wenn wir bereit sind, das Leben zu teilen, können wir die Aufgaben in unseren Gemeinden und auch die großen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen. Vertrauen wir darauf, dass Gott uns dabei zur Seite steht und uns führt und begleitet. 

Bleiben Sie wohl behütet!
Hiltrud Heitzer, Gemeindereferentin 


In weiteren Strophen heißt es: 
„Wenn wir uns öffnen für den Herrn in dieser Zeit, Wege ihm bahnen, dass er kommt und uns befreit: Jesus Christ, Feuer, das die Nacht erhellt. Jesus Christ, du erneuerst unsre Welt.

Wenn wir die Liebe leben, die den Tod bezwingt, glauben an Gottes Reich, das neues Leben bringt: Jesus Christ, Feuer, das die Nacht erhellt. Jesus Christ, du erneuerst unsre Welt.“